von Andreas Berger / am 10.10.2018 / in

Es ist ein Thema, das mich und immer mehr Menschen beschäftigt – Plastikmüll im Meer. Da gehört er nicht hin.

Plastikbecher am Strand

Immer mehr Videos und Bilder, in denen man riesige Mengen an Plastikmüll im Meer sieht, tauchen im Internet auf. Hier ein paar kurze Infos und Tipps:

 

Wie schlimm ist die Lage?

Man könnte diese Frage kurz beantworten: sehr schlimm.

Es gibt weltweit 5 sogenannte „Müllstrudel“. Diese entstehen dadurch, dass sich Plastikabfälle zu den Strömungswirbeln der Weltmeere nahe des Äquators bewegen. Jeweils zwei „Müllhalden“ befinden sich im Atlantik und Pazifik, die fünfte im Indischen Ozean. Allein der größte der Müllstrudel, der sogenannte „Great pacific Garbage Patch“, ist 1,6 Millionen Quadratkilometer groß. Dies ist viermal die Fläche Deutschlands!

Plastikmüll im Wasser

Plastikmüll am Strand

 

Was bedeutet dies für uns und die Tiere?

Definitiv nichts Gutes.

Jährlich verenden Tausende von Tieren an dem Plastik im Meer. Fische denken Mikroplastikpartikel seien Plankton, Plastiktüten werden für Quallen gehalten und andere Plastikteile für kleinere fressbare Fische. Immer wieder findet man tote Seevögel, die Plastikartikel im Magen haben oder in Netzen oder Tüten gefangen sind.

Auch für uns Menschen bedeutet der Plastikmüll eine Gefahr, denn Fische fressen Mikroplastikpartikel und diese gelangen darüber auch in unser Essen.

Seevogel, der Plastikmüll frisst

 

Was kann man gegen Plastikmüll in den Ozeanen tun?

Kurz gesagt: Jeder kann helfen!

Man kann es nur immer und immer wieder sagen und betonen. Jede helfende Hand ist nützlich! Denn wenn viele „kleine“ Menschen helfen und mit anpacken, summiert sich die Auswirkung und gemeinsam kann man etwas großes erreichen.

Hier einige Ideen für den persönlichen Beitrag zur Verminderung des Plastikmülls in den Ozeanen:

  1. Trennt euren Müll! Auch wenn es platzraubend ist, mehrere Mülleimer zu haben – tut es für die Umwelt. Dies erleichtert den lokalen Müllunternehmen das sortieren und Recycling.
  2. Bringt eure eigenen Einkaufstaschen mit! Wenn ihr einkaufen geht, bringt eure eigenen Taschen mit. In Deutschland muss man ja zumindest für Tüten bezahlen oder man bekommt sie schon gar nicht mehr, aber in anderen Ländern bekommt man Plastiktüten quasi nachgeworfen.
  3. Auch wenn sie so praktisch sind und das Obst, Gemüse, etc. schützen, versucht in Plastik verpackte Lebensmittel zu vermeiden! Denn die Umwelt und die Ozeane „schützen“ diese Verpackungen nicht!
  4. Wenn ihr am Strand Urlaub macht oder gar dort lebt, schnappt euch eine Tüte und macht euch auf die Müllsuche. Versucht auch eure Freunde und Familie oder andere Leute am Strand von eurem Vorhaben zu überzeugen und zu motivieren mitzumachen.
  5. Unterstützt Organisationen, wie beispielsweise den WWF, bei ihren zahlreichen Aktionen zum Stopp der Plastikflut.

Mülltrennung

 

Wo finde ich mehr Information?

Wenn ihr noch mehr über das Ausmaß, die Folgen und Hilfsprojekte erfahren wollt, schaut euch die folgenden Links an oder recherchiert selber etwas auf Google. Berichte und Informationen gibt es genügend!

Spiegel Online

WWF Deutschland

reset.org

Zeit Online

 

von Andreas Berger / am 08.10.2018 / in